Umgeben vom Steinernen Meer und Hagengebirge erhebt sich die höchste Felswand der Ostalpen 2000 Meter über den Spiegel des Königsees. Seit sie 1881 von dem Ramsauer Bergführer Johann Grill, genannt der Kederbacher und dem Wiener Otto Schück erstmals durchstiegen wurde, gehört sie zu den klassischen Klettertouren der Ostalpen. Von weit her kamen und kommen die Bergsteiger, um ihr Können an dieser Riesenwand zu messen. Ihre Gesichte ist reich an erregenden Zwischenfällen, dramatischen Bergungen und tödlichen Unfällen.
Johann Grill, genannt der Kederbacher- Erstbesteiger Watzmann Ostwand
Die drei "Hauptwege"
Die Watzmannkinder von der Watzmann-Ostwand aus.
Der Kederbacherweg
Der Kederbacherweg ist der klassische Durchstieg. Die beiden Firn oder Eisfelder mit den Randklüften verleihen ihm eine besondere alpine Note. Klettertechnisch sind die 20m der Schöllhornplatte dem unteren IV Grad zuzuordnen. Kurze Strecken dem lll Grad, alles andere liegt bei ll.
Seilsicherungen in der watzmann-Ostwand
Der Berchtesgadener Weg
Der Berchtesgadener Weg ist vom Begehungsablauf her gesehen der rhytmischste, weil ihm die Unterbrechung der Randklüfte fehlen. Die Kletterschwierigkeiten betragen bei der Platte und oberhalb der Rampe etwa 80 m lll, der Rest ist ll.
Von der Sonne angestrahlt, das Schöllhorneis mit Schöllhornplatte
Der Salzburger Weg
Der Salzburger Weg erfordert Kletterei im lV Grad. Für Watzmann-Ostwand Verhältnisse ist er überraschend luftig und hat vergleichsweise festen Fels. Standhaken sind vorhanden, das schwere Gepäck und die verbleibende Wandhöhe sind bei der Planung einzuberechnen. 250 m lV, Unterbrechungsstelle am 1. Band lV, der Rest ist ll.