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Steinernes Meer

 

Östliches Steinernes Meer

Großartig und eigentümlich baut sich der größte Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen auf. Die Gipfel dieser mit Karren zerrissenen Hochfläche erheben sich meist an den Rändern. Unzählige Felsbuckel , Löcher, Mulden und Doline bilden die eigentliche Hochfläche, Erosionsthäler machen den Aufbau noch verwickelter. Die Hochfläche teilt sich in einen westlichen und östlichen Teil durch die Funtenseetauern und die nach Süden anschließenden Einschartungen der Nieder- und Hochbrunnsulzen.

Das Pesailhorn

Bei Wetterstürzen und undurchsichtigem Wetter ist bei allen Touren die größte Vorsicht geboten, da sich das Zurechtfinden dann als äußerst schwierig gestaltet. Außerdem ist zu beachten, daß es im Steinernen Meer außer den Steigen Funtensee - Riemanshaus, Riemanshaus - Ingolstädter Haus, Funtensee - Weißbachlscharte - Peter Wichentaler Hütte keine angelegten Wege gibt, sondern nur mit Steindauben und Farbflecken bezeichneten Pfade.

 

Schutzhütten

Kärlinger Haus

1631 m

Tel.: 08652-2995

Von Juni bis Oktober, sowie an Ostern und Pfingsten bewirtschaftet

 

Riemanshaus

2177 m in der Ramseiderscharte

Tel.: 0043-6582-3300

Im Sommer und Spätwinter bewirtschaftet

 

Ingolstädter Haus

2119 m in der Dießbachscharte

Tel.: 0043-6582-8353

Im Sommer und Spätwinter bewirtschaftet

 

Besteigungen zu Hütten und Gipfeln

 

Wasseralm-Halsköpfl-Schwarzensee-Grünsee-Kärlinger Haus

Herrliche, verhältnismäßig bequeme Wanderung, teilweise nicht makiert, ca. 4 Stunden.

Von der wasseralm bis zur Jagdhütte. Bei dieser nun rechts auf dem gut kenntlichen Weg über einen Felsriegel und oberhalb der Walchhütte zum Sattel am Halsköpfl. Von hier links zum zum Schwarzensee hinab und an dessen rechten Ufer entlang zum Grünsee. Vor dem Grünsee mündet von rechts der Weg, der von der Sagereckwand heraufführt, ein. Von hier aus ca. 40 Minuten zum Kälinger Haus.

Der Grünsee

Kärlinger Haus - Funtenseetauern

Hausberg des Kärlinger Hauses, herrliche Aussicht mit Tiefblick auf den ganzen Königssee. Stellenweise etwas mühsam, aber unschwierig zu besteigen. Etwa 4 Stunden. Vom Haus am linken Ufer des Funtensees entlang, an der Teufelsmühle vorbei. Bei der Teufelsmühle handelt es sich um einen unterirdischen Abfluß des Funtensees. Man hört hier ein eigentümliches Rumpeln,deshalb der Name der Mühle. Bei der Weggabelung zweigt der Weg zum Riemanshaus ab, welchen man rechts liegen läßt. Am Beginn des Tälchens, am Weg zum Toten Weib, bei einer roten Wandstufe links aufwärts bis zu einem Köpfl am unteren Ende der Stuhlwand. Hier nun bei einer Wegteilung entweder nach links(kürzer), stellenweise sehr steil über den Stuklwandrücken hinauf bis zu einer Einsattelung am Stuhlwandrücken, oder weiter auf dem scharf nach rechts abzweigenden Weg, weit ausholend, später wiedr scharf nach links, über Karrengelände  bis zur Einsattelung am Stuhlwandrücken, wo man wieder auf den anderen Weg trifft. Nun weiter der Makierung folgend zum Gipfel.

Die Saugasse

Kärlinger Haus - Viehkogel (2158 m)

Da sich der Viehkogel inmitten des Steinernen Meeres erhebt, gestattet er den besten Überblich. 2 Stunden vom Kärlinger Haus, problemlos zu besteigen.

Vom Kärlinger Haus in westlicher Richtung, überAlmflächen und eine mächtige Schuttreise zum Fuß des Viehkogels. Am höchsten Punkt der Reiße zweigt der Weg ins Viehkogeltal ab. Auf diesem weiter bis zu einer Diensthütte und weiter bis zu einer Einsattelung. Über den grasigen Gipfelhang nun problemlos zum Gipfel.

 

Kärlinger Haus - Buchauerscharte (2268 m) - Schönfeldspitze (2653 m)

Die Schönfeldspitze ist eines der wahrzeichen des Berchtesgadener Landes. Als kühn geschwungenes Felshorn erhebt es sich am Südrand des Steinernen Meeres. Von Berchtesgaden aus gesehen, steht es genau über dem Königssee. Die Besteigung erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Die schwierigsten Stellen sind versichert, ca. 4 Stunden.

Vom Haus am Ufer des Funtensees vorbei zum Baumgartl und in südlicher Richtung zur Hochfläche hinauf. Im oberen Drittel des zweiten, baumlosen Steilabfalls zweigt nun links der makierte Weg zur Buchauerscharte ab. Die Schönfeldgrube wird links umgangen und über Geröllhalten erreicht man die Buchauerscharte. Von der Scharte verfolgt man nun den sich zur Schönfeldspitze hinaufziehende Grat bis zu einer Scharte kurz vor dem Gipfelaufbau. Nun auf Bändern hinab bis zum Südosthang, über den  man den Gipfel erreicht, der anstelle des herkömmlichen Kreuzes eine Madonnenfigur trägt.

Die Schönfeldspitze

Kärlinger Haus - Riemannhaus

Der bequemste und kürzeste Übergang von Berchtesgaden in den Pinzgau, der auch am meisten begangen wird. Der Weg bietet eine mühelose Wanderung  durch die Hochfläche, lediglich im Frühsommer, wenn noch etwas Schnee liegt kann er beschwerlich sein.

 

Kärlinger Haus - Ingolstädter Haus

Etwa 3 Stunden. Vom Kärlinger Haus in westlicher Richtung über die Almflächen und eine Schuttreiße am Fuß des viehkogels empor. Nun in die Mulde hinab, der Bezeichnung folgend, wird der Fuß des Hirsches umgangen und dann auf diesem hinauf. Der Gipfel des Großen Hirsches wird umgangen und zur Einsenkung der Schönbichlalm (verfallen) abgestiegen. Nun am Fuß des Schneibers ansteigend entlang, durch ein grobes Blockfeld am Hundstod hindurch zur Dießbachscharte mit dem Ingolstädter Haus.

 

Ingolstädter Haus - Großer Hundstod ( 2593 m)

Herrlicher Aussichtsgipfel am Nordwestrand des Steinernen Meeres. Etwa 1 Stunde, problemlos zu erreichen.

Vom Haus in nordwestlicher Richtung über steile, begrünte Schrofen auf eine kleine Hochfläche, weiter über Schutt zur Vorerhebung und über den Rücken zum Gipfel.

 

Ingolstädter Haus - Hochwies - Seehorn - Wimbachgries

Landschaftlich sehr eindrucksvoll und lohnend, aber mühsam. Stellenweise keine Makierungen, nur Trittspuren, etwa 5 Stunden.

Vom Ingolstädter Haus zur Hundstodscharte und von dieser aus nach links ohne Höhenverlust zum Dießbacheck. In der Scharte zwischen Dießbacheck und Großem Hundstod nach rechts zu einer großen Sandreiße. Auf dieser hinab zum Hochwieskessel. Vom Hochwieskessel nun nach rechts und über Gras- und Schrofenhänge hinauf zur Kematenschneid. Auf dieser nun entweder nach links in ca. 20 Minuten zum Seehorn (2312 m sehr lohnende Aussicht) oder nach rechts die geschwungene Kematenschneid weiter bis zur Wimbachscharte und durch diese rechts hinab in den Lofer Seilgraben (Steil, vorsicht bei Altschnee). Am fuße des Seilgrabens nun entweder nach rechts zur Grieshütte oder Griesstrom folgend , weglos, zum Wimbachschloß und nach Ramsau. 

 

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